Utopien

Universität für angewandte Kunst, Wien

Wintersemester 2014

 

„Mensch sein heißt Utopien haben“ Paul Tillich

Das imaginative Vermögen lässt den Menschen fiktive Möglichkeitswelten erdenken. Als Utopie gilt, was zu schön ist, um wahr zu sein. Die offenen Felder von Möglichkeiten, von Potentialitäten, die Imaginationen einer ganz anderen Welt, haben immer wieder Hoffnungen belebt, uns angetrieben, aber auch Ängste provoziert. Solange das diesseitige Schicksal als unabwendbar gilt, richten sich die Träume von einer besseren Welt auf ein Jenseits, ein außerirdisches Leben nach dem Tod. Der Traum nach Vorwärts, die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben im Diesseits, hat in den letzten Jahrhunderten unser aller Leben einschneidend verändert. Trotz aller Radikalität der Veränderungen, sind viele Träume und Wünsche unerfüllt geblieben. Vieles was vorerst als großartige Lösung von Problemen betrachtet wurde, hat in Folge neue Probleme nach sich gezogen. Das Seminar „Utopien“ bemüht sich um eine Bestandsaufnahme jener Konzepte und Ideen, die sich Menschen von einer besseren Welt bereits gemacht haben. In Themengruppen gegliedert, wird nach Möglichkeiten gesucht, unser Leben in jedem Bereich zu perfektionieren.

 

Eine solche Reise in eine utopische Welt soll Spaß machen, die Neugierde an Alternativen befördern und die Angst vor wagemutigen Ansätzen nehmen.

Unsere Welt ist keinesfalls vollkommen. Welche historischen Träume sind noch relevant? Wo lassen sich Potentiale erkennen, die es lohnen weiterverfolgt zu werden?

 

„Zukunft ist das unentdeckte Land. Bildung ist das Fenster, durch das wir auf dieses Land blicken.“ Franz Kühmayer

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