US-Wahlkampf – Demokratie

»Die Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen, mit Ausnahme all der anderen, die ausprobiert wurden.«

Winston Churchill

 

»Die Funktion eines Staatsmanns besteht darin, aus dem Willen eines Volkes alles herauszuholen.« George Bernard Shaw

 

»Ein Politiker hat natürlich seinen Finger am Puls der Gesellschaft und versucht, die kleinsten Regungen und Rhythmus-veränderungen im politischen Universum wahrzunehmen. Oft weiß er allerdings nicht, wie er diese Regungen einschätzen soll – sind sie oberflächlich oder substanziell? Um das herauszufinden, schickt er einen Versuchs-ballon los. Je nach Reaktion der Öffentlichkeit macht er sich die vorher formulierte Politik dann offen zu eigen, lässt sie fallen oder modifiziert sie in Einklang mit den Tendenzen, wie sie ihn als Rückmeldung erreicht haben.«

Edward Bernays

 

Die USA sind ein Imperium, das mit seinen Streitkräften, Kontrollinstrumenten und Abhöreinrichtungen die ständige Expansion der oligarchischen Weltordnung garantiert. Das Imperium ist der Auffassung, dass seine Generäle, Soldaten und Geheimagenten über jedes Völkerrecht erhaben sind. Allein das Imperium soll das Recht haben nach Gutdün-ken zu töten, einzugreifen, oder durchzufüh-ren, was ihm als notwendig scheint.

 

Menschen erleben sich als Teil einer Gemeinschaft oder Gesellschaft, indem es ihnen gelingt, einen eingegrenzten Fundus von Zeichen, Symbolen, Ritualen und Geschichten als identitätsstiftend zu erfahren. Da in differenzierten Gesellschaften oft unklar ist, was als Konsens gelten kann, kommt Medien, denen es gelingt sich als »Spiegel der öffentlichen Meinung« zu positionieren, eine wesentliche Bedeutung zu. Wem es daher gelingt, in dieser medialen Berichterstattung eine beispielhafte Rolle einzunehmen, hat gute Chancen als Persönlichkeit anerkannt zu werden, der man eine politische Verantwor-tung übertragen kann. Um zum Beispiel für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt zu werden, ist es heute notwendig im Vorfeld einen entsprechenden Platz in der Medienberichterstattung einzunehmen.

 

Eine Demokratie ist zu ihrem Überleben darauf angewiesen, dass der Einzelne nicht nur seine Grundrechte einfordert, sondern auch bereit ist, Grundpflichten zu befolgen.

 

»Wer gewählt werden will, der braucht Massen-loyalitäten – es müssen so viele Leute wie möglich glauben, dass sie das Gleiche wollen. Das aber widerspricht in einer entwickelten, komplexen Gesellschaft, in der immer mehr Bedürfnisse individueller Natur sind, jeder empirischen Erfahrung. Wo viele Möglichkeiten herrschen und die Not nicht das Ziel bestimmt, sind sich die Leute selten einig. Und eine differenzierte Welt ist voller Zielkonflikte, mit denen umzugehen wir heute erst lernen müssen.« Wolf Lotter

 

»Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten für einen selbst und andere größer wird.«

»Verschiedene Menschen haben verschiedene Visionen und verschiedene Narrative. Darum geht es in der Politik: Die einen wollen eine fairere  Gesellschaft, die anderen mehr Marktkräfte. Für die Politik geht es darum, einen Ausgleich herzustellen.« John Curtice

 

Menschen neigen dazu unvernünftig zu handeln, wenn sie geliebt werden wollen. Jemanden glauben zu machen, man würde ihn schätzen und lieben, ist eine erfolgreiche Methode um Wählerstimmen zu gewinnen. Umso sympathischer uns jemand erscheint, desto bereitwilliger übersehen wir, welche Interessen jemand tatsächlich verfolgt. Im Wahlkampf von Barack Obama sollte jeder Einzelne das Gefühl haben unverzichtbar zu sein. »Ihre Stimme zählt!«

 

Entscheidend für eine erfolgreiche Kampagne ist es, bestimmte Themenfelder für sich zu besetzen. Es spielt dabei eine untergerordnete Rolle, ob diese Themen sich mit den aktuellen Problemfeldern einer Gesellschaft decken. Mit dem Setzen von Themen ist oft die Behauptung verbunden, dass mit einer entsprechenden konkreten Veränderung oder Änderung der Sichtweise, eine ganze Kettenreaktion von Wirkungen ausgelöst wird. »Ich alleine kenne und beherrsche den Hebel, an dem alles hängt!«